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Die Stadt Amalfi wurde ca. 320 nach Christus von dem römischen Kaiser Konstantin gegründet. Sie erlangte aufgrund erstklassiger Lage an der Küste schnell an wirtschaftlicher Bedeutung. In den kommenden Jahren erfreute sich Amalfi eines wachsenden Handels. Ab dem 6. Jahrhundert wurde Amalfi durch das byzantinische Verwaltungsdistrikt von Ravenna, einer Stadt im Norden Italiens, kontrolliert und regiert. Doch aufgrund der großen Bedeutung von Amalfi für das Byzantinische Reich behielt es weitesgehend seine Autonomie. Diese Entwicklung war Grundlage für die im 9. Jahrhundert erlangte Eigenstaatlichkeit Amalfis. Ab diesen Zeitpunkt strebte die Stadt nach neuer Größe und Entscheidungsfreiheit. Die Situation in dieser Zeit war sehr gespannt, da zwischen den Byzantinern, den Langobarden sowie dem Kaiser und dem Papst intensive Machtkämpfe herrschten. Mit viel Geschick erkannte Amalfi seine einzigartige Situation und erlangte so in den folgenden Jahren eine führende Position in ganz Italien. Im Jahre 846 wurde Rom durch die Sarazenen fortwährend angegriffen. So sendete Amalfi seine Flotte zur Verteidigung Roms aus und erlangte mit Hilfe der Flotten von Gaeta und Neapel einen ruhmreichen Sieg in diesem Krieg. Damit gehörte Amalfi ab 846 zu den 4 Seerepubliken. Die 4 Seerepubliken Amalfi, Genua, Pisa und Venedig waren Stadtstaaten die im Seehandel des Mittelmeerraumes eine sehr große Rolle spielten. Auch heute noch findet man auf den verzierten Flaggen der italienischen Kriegsmarine die Flaggen der 4 Seerepubliken. Amalfi entwickelte sich zunehmend zu einer Stadt mit der wirtschaftlich bedeutendsten Position in ganz Italien. Durch die Erschließung der umliegenden Orte Minori, Maiori, Minuto, Scala, Ravello und Atrani zählte Amalfi im 10. Jahrhundert mehr als 50.000 Einwohner. Amalfi hatte auf Besucher eine atemberaubende Wirkung, dass diese Amalfi als die glanzvollste Stadt im ganzen Langobardenreich bezeichneten. In dieser glorreichen Zeit wurde auch der Dom von Amalfi erbaut. Er besticht durch seinen einzigartigen Flair und die majestätische anmutende Treppe auf dem zentralen Domaplatz mit dem barocken Brunnen des Heiligen Andreas. Die Form des Doms wurde im Laufe der Zeit an den sizilianischen Stil angepasst. Im 18. Jahrhundert wurde der Dom dann erneut durch Entwürfe des berühmten Architekten Enrico Alvino verändert und erhielt eine traumhafte Fassade aus Mosaiken. Neben den vielen bedeutenden Wirtschaftsgütern wurde Amalfi für seine hervorragenden Schiffswerften bekannt. Dieser Entwicklung ging die Verfassung des ersten schriftlichen Seerechts durch Amalfi voraus, dass auch noch weit über die Geschichte dieser beeindruckenden Seerepublik hinaus Gültigkeit besaß. In den Werften Amalfis wurden die besten Schiffe ganz Italiens gebaut und durch die zusätzliche Prägung von eigenen Münzen wurde Amalfi weit über die Grenzen hinaus als eine der stärksten Seerepubliken überhaupt bekannt. Während dieser Zeit pflegte Amalfi sehr intensive Handelsbeziehungen nach Syrien und Nordafrika. Diese Blütezeit der Wirtschaft erreichte im 11. Jahrhundert ihren Höhepunkt, denn so viel Ruhm und Ehre lenkte auch die Aufmerksamkeit anderer Staaten im Ausland auf Amalfi. Logische Konsequenz darauf waren starke Angriffe durch Normannen die Amalfi zunehmend destabilisierten. So wurde Amalfi neben den einfallenden Normannen auch durch Unruhen im eigenem Land bedroht. Bis 1073 konnte sich Amalfi gegen die immer stärker werdenden Attacken der Normannen verteidigen, bis es durch Normanne unter Führung von Robert Guiskard eingenommen wurde. Damit begann auch der Zerfall der einst so glorreichen Seerepublik und die Republik Venedig nahm diese Position ein. Doch es sollte noch schlimmer kommen. Durch 2 verheerende pisanische Angriffe in den Jahren 1135 und 1137 wurde das vorübergehende Schicksal Amalfis besiegelt und die zerfallene Stadt endete als ein Schlupfwinkel für Piraten. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt Amalfi von vielen verschiedenen Herzögen regiert. Auch die spanischen Bourbonen regierten bis ins 19. Jahrhundert einst für einige Jahre die heutige Stadt. Die Bourbonen waren einst altes französisches Geschlechts, dass viele Staaten regierte. Die Bourbonen wurden nach dem gleichnamigen Schloss Bourbon in der alten französischen Provinz. Durch Napoleons Bruder wurde Amalfi schließlich erobert und 1861 an Italien angegliedert. Amalfi hat durch die schweren Niederlagen der Vergangenheit nichts an seinem Glanz und seiner Kultur verloren. Weltweit ist die Stadt heute beliebtes Reiseziel tausender Touristen im Jahr. Die Stadt hat zudem in der Vergangenheit viele einzigartige Persönlichkeiten angezogen. Dazu gehören neben bekannten Malern und Dichtern auch geschätzte Schriftsteller. Aufgrund dieser einzigartigen Entwicklung und dem magischen Flair dieser traumhaften Küstenstadt wurde der positive Ruf von Amalfi geprägt. Von rk am 2008-02-14 16:17 | Bitte anmelden um Kommentare einzutragen
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